Streckenliste und Streckenbuch digital führen

Die Streckenliste in HUNTRA ist das digitale Streckenbuch deines Reviers. Du erfasst Abschuss, Fallwild und Sichtungen direkt draußen — mit GPS-Punkt, Foto und Zeit, auch ohne Netz. Die Liste rechnet Summen je Wildart, lässt sich filtern und geht als CSV oder als PDF für die Behörde aus der App.

Was gehört in eine digitale Streckenliste?

Die Streckenliste bildet ab, was im Revier passiert ist: Abschuss, Fallwild und Sichtung. Jeder Eintrag hängt an einem Revier und trägt die Angaben, die du später zum Zählen und Melden brauchst.

Der Eintrag entsteht dort, wo das Stück liegt — nicht abends aus dem Gedächtnis am Küchentisch.

  • Wildart, Geschlecht, Altersklasse und Klasse
  • Datum und Uhrzeit des Ereignisses
  • GPS-Punkt vom Fundort, sichtbar auf der Revierkarte
  • Foto zum Eintrag
  • Art des Eintrags: Abschuss, Fallwild oder Sichtung

Wie erfasst du einen Abschuss ohne Netz?

Im Revier ist Funkloch der Normalfall, nicht die Ausnahme. Die Erfassung läuft deshalb offline: Du legst den Eintrag samt Foto und Standort an, während das Handy keine Verbindung hat.

Sobald wieder Netz da ist, wandert der Eintrag in die Revierliste. Du musst nichts erneut eintippen und nichts nachtragen.

Wie behältst du den Überblick über die Strecke?

Über der Liste steht die Zusammenfassung: Summen je Wildart für den gewählten Zeitraum, gerechnet über genau die Einträge, die du sehen darfst. Ein Blick genügt, um den Stand zu sehen — ohne Zwischenrechnung.

Die Liste lässt sich filtern und nach Jagdjahr betrachten. Das Jagdjahr läuft vom 1. April bis zum 31. März, die Grenze ist also nicht der Jahreswechsel.

Ist für das Revier ein Abschussplan hinterlegt, zeigt dieselbe Ansicht zusätzlich Soll und Ist je Position.

Wie kommen die Zahlen zur Behörde?

Zwei Wege verlassen die App: ein CSV-Export zum Weiterrechnen in der Tabelle und ein PDF-Nachweis für die Behörde. Das CSV trägt lesbare deutsche Bezeichnungen, keine internen Codes — es ist ohne Übersetzungstabelle brauchbar.

Wie und bis wann eine Strecke gemeldet wird, regeln die Länder unterschiedlich. HUNTRA liefert die Daten und den Ausdruck, ersetzt aber keine Rechtsberatung. Hintergrund dazu steht im Ratgeber zu Abschussplan und Streckenmeldung.

Wer darf Einträge sehen und ändern?

Die Streckenliste gehört dem Revier, nicht einer einzelnen Person — aber nicht jede Rolle im Revier-Team sieht dasselbe. Pächter, Mitjäger und Begehungsschein-Inhaber sehen die vollständige Revierstrecke. Ein Gast sieht darin nur seine eigenen Einträge, und auch Summen und CSV-Export bleiben bei ihm auf diese Einträge beschränkt; den PDF-Nachweis über die gesamte Revierstrecke gibt es für ihn nicht.

Ändern oder löschen darf einen Revier-Eintrag nur der Pächter oder derjenige, der ihn angelegt hat. Der Server prüft das bei jedem Zugriff, nicht erst die Oberfläche.

Deine eigenen Einträge laufen zusätzlich in dein persönliches Jagdtagebuch — revierübergreifend und unabhängig davon, in wie vielen Revieren du unterwegs bist.

Häufige Fragen

Ersetzt die App das Streckenbuch auf Papier?

HUNTRA führt die Strecke digital und gibt sie als CSV oder PDF aus. Ob und in welcher Form ein Streckenbuch geführt und gemeldet werden muss, regelt das jeweilige Landesrecht. Das ist keine Rechtsberatung — im Zweifel fragst du bei der unteren Jagdbehörde nach.

Funktioniert die Erfassung ohne Mobilfunk?

Ja. Eintrag, Standort und Foto entstehen offline auf dem Gerät. Die Übertragung ins Revier passiert später automatisch, sobald wieder Netz verfügbar ist.

Wird der Fundort automatisch gespeichert?

Der GPS-Punkt kommt vom Gerät und hängt am Eintrag. Damit siehst du später auf der Revierkarte, wo im Revier welche Stücke fallen — über eine ganze Saison ergibt das ein Bild, das eine Papierliste nicht liefert.

Was ist der Unterschied zwischen Streckenliste und Jagdtagebuch?

Die Streckenliste gehört zum Revier und zeigt alles, was dort erfasst wurde — für Gäste eingeschränkt auf ihre eigenen Einträge. Das Jagdtagebuch gehört dir persönlich und läuft über alle Reviere hinweg. Beide greifen auf dieselben Einträge zu, nur aus unterschiedlicher Richtung.

Zählt Schwarzwild in den Abschussplan?

Behördlich in der Regel nicht: Schwarzwild ist nach § 21 BJagdG üblicherweise nicht abschussplanpflichtig. Erfasst wird es in der Streckenliste ganz normal, und wer sich im Revier freiwillig eine Zahl vornimmt, kann dafür auch eine Position im Abschussplan anlegen. Das ist keine Rechtsberatung — was dein Bundesland verlangt, sagt dir die untere Jagdbehörde.

Läuft die Erfassung auf dem Handy?

Ja. Es gibt native Apps für iPhone und Android sowie das Web-Portal am Rechner. Erfasst wird meist am Handy, ausgewertet und exportiert oft am Schreibtisch.

Strecke ab der nächsten Saison digital führen

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Stand: 2026-08-05 · Redaktion: WildeLabs