Revier gemeinsam verwalten

In HUNTRA arbeiten Pächter, Mitjäger, Begehungsschein-Inhaber und Gäste im selben Revier — jeder mit eigener Rolle. Alle sehen dieselbe Karte und dieselben Einrichtungen. Bei der Strecke wird unterschieden: Pächter, Mitjäger und Begehungsschein-Inhaber sehen die ganze Liste, ein Gast nur seine eigenen Einträge. Ändern oder löschen darf einen Revier-Streckeneintrag ohnehin nur der Pächter oder der Ersteller selbst.

Welche Rollen gibt es im Revier?

Ein Revier ist selten die Sache einer Person. Es gibt den Pächter, ein bis zwei Mitjäger, jemanden mit Begehungsschein und über das Jahr verteilt Gäste. HUNTRA bildet genau diese vier Rollen ab, statt alle Beteiligten gleich zu behandeln.

  • Pächter — volle Verwaltungsrechte am Revier.
  • Mitjäger — darf jagen, Daten erfassen und alles lesen.
  • Begehungsschein — wie der Mitjäger, aber mit hinterlegter Befristung.
  • Gast — sieht Karte und Einrichtungen, erfasst die eigene Strecke und sieht in der Streckenliste auch nur die eigenen Einträge.

Verwaltung und jagdliche Rolle sind zwei Paar Schuhe

Wer ein Revier in HUNTRA anlegt, ist nicht automatisch der Pächter — oft macht das derjenige, der ohnehin am Rechner sitzt. Deshalb hängt das Verwaltungsrecht nicht an der jagdlichen Rolle, sondern ist getrennt hinterlegt: Es steuert, wer Mitglieder aufnimmt, die Reviergrenze bearbeitet und das Revier archiviert. Ein Revier hat immer mindestens eine Person mit diesem Recht.

Was passiert, wenn ein Begehungsschein ausläuft?

Zur Rolle Begehungsschein gehört ein Zeitraum. Läuft er ab, greift die Mitgliedschaft nicht mehr — der Zugang zum Revier endet mit der Befristung, ohne dass jemand daran denken muss. Die bereits erfassten Einträge bleiben natürlich in der Streckenliste des Reviers stehen. Was in einem Begehungsschein stehen muss und wie er ausgestaltet ist, regeln euer Vertrag und das Landesrecht — HUNTRA bildet nur den hinterlegten Zeitraum ab, das hier ist keine Rechtsberatung.

Wer darf einen Streckeneintrag ändern oder löschen?

Hier ist HUNTRA bewusst streng, und das aus gutem Grund: Die Streckenliste ist die Dokumentation des Reviers. Wenn jeder darin nachträglich schrauben kann, ist sie nichts mehr wert. Was ihr am Ende dokumentieren und melden müsst, regelt das Jagdrecht eures Bundeslandes und kann sich von Land zu Land unterscheiden — dieser Text ist keine Rechtsberatung.

Ändern und Löschen eines Revier-Streckeneintrags dürfen nur der Pächter oder der Ersteller des Eintrags selbst. Ein Mitjäger korrigiert also seinen eigenen Eintrag, aber nicht den seines Nachbarn. Der Server prüft das bei jedem Zugriff — es ist keine Frage, welchen Knopf die Oberfläche gerade anzeigt.

Dazu kommt eine Wegeregel: Geändert wird ausschließlich in der Streckenliste des Reviers. Tippst du einen Abschuss auf der Karte an, bekommst du dieselbe Detailansicht — dort aber nur lesend.

Was sieht das Team auf der Karte?

Alle Mitglieder arbeiten auf derselben Revierkarte: eine Reviergrenze, ein Satz Hochsitze, Kirrungen, Salzlecken, Pirschpunkte und Wildkamera-Standorte. Setzt jemand eine neue Kanzel, steht sie für alle da — kein abfotografierter Kartenausschnitt mehr in der Chatgruppe und kein Rätselraten, welcher Stand gemeint ist.

Auch beim Ändern von Einrichtungen gilt die gleiche Linie wie bei der Strecke: Ändern und Löschen bleiben beim Ersteller oder bei der Revierverwaltung. Und weil alle auf denselben Datenbestand schauen, sehen auch alle dasselbe Jagdwetter für den Revierpunkt — nicht jeder die Zeiten seines Wohnorts.

Wie hilft das bei Planung und Abschussplan?

Der Abschussplan ist die typische Stelle, an der ein Revier im Team auseinanderläuft: Der eine führt eine Tabelle, der andere eine Notiz im Handy, und im Februar rechnet einer alles zusammen. In HUNTRA zählt der Soll-Ist-Stand direkt aus den erfassten Einträgen — jeder Beteiligte sieht ohne Rückfrage, was noch offen ist.

Termine laufen über den Jagdkalender, der sich per ICS in den eigenen Kalender holen lässt. Und was jede und jeder persönlich erlegt hat, steht revierübergreifend im Jagdtagebuch — das gehört dir und wandert mit, auch wenn du in einem zweiten Revier jagst.

Häufige Fragen

Kann ich einen Eintrag korrigieren, den ein Mitjäger erfasst hat?

Nur wenn du Pächter bist. Sonst darf jeder ausschließlich seine eigenen Einträge ändern oder löschen. Ist ein fremder Eintrag falsch, sprich die Person an — oder der Pächter korrigiert ihn.

Was darf ein Gast im Revier sehen?

Karte, Einrichtungen und die Revierdaten liest ein Gast mit. In der Streckenliste sieht er dagegen nur seine eigenen Einträge — fremde Abschüsse bleiben ihm verborgen, und der Gesamtexport des Reviers steht ihm nicht zu. Verwaltungsaufgaben wie Mitglieder aufnehmen oder die Reviergrenze bearbeiten bleiben ihm ebenfalls verschlossen.

Kann ich in mehreren Revieren Mitglied sein?

Ja. Du meldest dich mit einem Account an und wechselst zwischen deinen Revieren. Dein persönliches Jagdtagebuch läuft dabei revierübergreifend, die Streckenliste bleibt an das jeweilige Revier gebunden.

Wer darf die Reviergrenze ändern?

Das hängt am Verwaltungsrecht, nicht an der jagdlichen Rolle. Wer es hat, bearbeitet Grenze und Stammdaten, nimmt Mitglieder auf und archiviert das Revier. Mindestens eine Person im Revier hat dieses Recht immer.

Gilt das alles auch in der Handy-App?

Für die Rechte ja: Sie prüft der Server, nicht die Oberfläche — im Web-Portal und in den nativen Apps für iPhone und Android gelten dieselben Regeln. Der Funktionsumfang unterscheidet sich aber: Nativ gibt es Karte, Streckenliste, Jagdwetter, Wildkameras und Abschussplan; den Jagdkalender rufst du im Web-Portal auf.

Was passiert mit den Einträgen, wenn jemand das Revier verlässt?

Die erfassten Einträge bleiben als Dokumentation des Reviers erhalten — die Streckenliste soll ja gerade lückenlos sein. Bei der Rolle Begehungsschein endet der Zugang automatisch mit der hinterlegten Befristung.

Euer Revier an einem Ort

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Stand: 2026-08-05 · Redaktion: WildeLabs