Jagdwetter mit Büchsenlicht und Solunar

HUNTRA rechnet das Jagdwetter für den Ort, an dem du wirklich jagst: Büchsenlicht am Morgen und am Abend, Solunar-Zeiten, Mondphase, Wind und Regenradar. Dazu die Jagdzeiten deines Bundeslandes und die gesetzliche Nachtzeit nach § 19 Abs. 1 Nr. 4 BJagdG — getrennt vom Büchsenlicht, denn das ist keine Rechtsnorm.

Was ist der Unterschied zwischen Büchsenlicht und Nachtzeit?

An dieser Frage laufen die meisten Wetter-Apps vorbei — und deshalb zeigt HUNTRA beide Zeiten getrennt. Büchsenlicht ist keine Vorschrift. Es ist eine gewachsene Konvention dafür, wann das Licht zum sicheren Ansprechen und für einen sauberen Schuss reicht, üblicherweise genähert über die bürgerliche Dämmerung: die Sonne rund sechs Grad unter dem Horizont.

Die Nachtzeit steht dagegen im Gesetz. Nach § 19 Abs. 1 Nr. 4 BJagdG umfasst sie die Zeit von eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang bis eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang. In dieser Zeit ruht die Jagd auf die meisten Wildarten; es gibt Ausnahmen, etwa beim Schwarzwild. Was im Einzelnen gilt, regelt das Landesrecht.

Die beiden Zeitspannen fallen nicht zusammen: Die Nachtzeit beginnt später, als das Büchsenlicht endet. Es bleibt also ein Fenster, in dem die Jagd rechtlich nicht ruht, das Licht aber nicht mehr reicht. Ausführlich erklärt im Ratgeber Büchsenlicht und Nachtzeit.

  • Büchsenlicht: Konvention, Näherung über die bürgerliche Dämmerung — eine Frage der Sicherheit und des Ansprechens, keine Rechtsgrundlage.
  • Nachtzeit: § 19 Abs. 1 Nr. 4 BJagdG, 1,5 Stunden nach Sonnenuntergang bis 1,5 Stunden vor Sonnenaufgang, mit Ausnahmen im Landesrecht.
  • Jagd- und Schonzeiten: unabhängig davon je Wildart und Bundesland geregelt — siehe Jagdzeiten nach Bundesland.

Welche Zeiten rechnet HUNTRA für dein Revier?

Sonnenstände sind Ortsdaten. Zwischen der Küste im Norden und dem Alpenrand im Süden verschieben sich Auf- und Untergang spürbar — eine Tabelle „für Deutschland“ hilft dir am Hochsitz also nur bedingt. HUNTRA rechnet für dein Revier und zeigt alles im Zusammenhang: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Büchsenlicht morgens und abends, das Fenster der gesetzlichen Nachtzeit, dazu Mondphase und Solunar-Zeiten desselben Tages.

Die Zeiten liegen dort, wo du sie brauchst: im Web-Portal am Schreibtisch und in den nativen Apps für iPhone und Android, wenn du schon unterwegs bist. Der Büchsenlicht-Rechner auf dieser Website zeigt die Systematik auch ohne Account.

Was bringen Wind und Regenradar für den Ansitz?

Wind entscheidet über einen Ansitz, bevor du losgehst. HUNTRA legt Wind und Regen als Ebenen über die Revierkarte — du siehst nicht nur eine Zahl, sondern wie der Wind über deine Kanzeln und Wechsel steht und wo die nächste Front durchzieht.

Das ersetzt kein Revierwissen, spart aber den Griff zur zweiten App, wenn du kurzfristig entscheidest, welcher Stand heute Abend Sinn ergibt.

Was sagen Solunar und Mondphase?

Die Solunar-Theorie ordnet den Tag nach den Ständen von Mond und Sonne und markiert Zeitfenster, in denen viele Jäger höhere Aktivität beobachten. Das ist eine Faustregel aus der Praxis, kein Naturgesetz — wir stellen sie als Zeitangabe dar, nicht als Versprechen.

Die Mondphase wirkt dagegen handfest: Sie bestimmt, wie viel Licht in einer klaren Nacht auf der Fläche liegt. Wer auf Schwarzwild ansitzt, plant danach. Den Verlauf über den Monat zeigt der Mondkalender.

Wie kommen die Jagdzeiten deines Bundeslandes dazu?

Den bundesweiten Rahmen setzt die Verordnung über die Jagdzeiten von 1977. Die Länder dürfen davon abweichen, und sie tun es reichlich — dieselbe Wildart hat je nach Bundesland andere Zeiten. HUNTRA zeigt deshalb die Jagdzeiten des Bundeslandes, in dem dein Revier liegt, direkt neben Büchsenlicht und Nachtzeit. Arbeitet ihr zu mehreren, schauen alle auf dieselben Zeiten — siehe Revier gemeinsam verwalten.

Alle Angaben auf dieser Seite dienen der Orientierung und sind keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die geltenden Landesgesetze und Verordnungen sowie Anordnungen der unteren Jagdbehörde.

Häufige Fragen

Ist Büchsenlicht gesetzlich geregelt?

Nein. Büchsenlicht ist eine jagdliche Konvention, genähert über die bürgerliche Dämmerung. Rechtlich verbindlich sind die Nachtzeit nach § 19 Abs. 1 Nr. 4 BJagdG sowie die Jagd- und Schonzeiten des jeweiligen Landes.

Wann beginnt die Nachtzeit nach dem Bundesjagdgesetz?

Nach § 19 Abs. 1 Nr. 4 BJagdG umfasst sie die Zeit von eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang bis eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang. Weil sie am Sonnenstand hängt, verschiebt sie sich mit Datum und Ort. HUNTRA rechnet das Fenster für dein Revier.

Darf ich während der Nachtzeit auf Schwarzwild jagen?

Während der Nachtzeit ruht die Jagd auf die meisten Wildarten, für einzelne Arten wie Schwarzwild gibt es Ausnahmen. Die Einzelheiten regelt das Landesrecht, dazu kommen mögliche Anordnungen der unteren Jagdbehörde. Kläre das für dein Revier — diese Seite ist keine Rechtsberatung.

Warum weichen die Zeiten von gedruckten Tabellen ab?

Sonnenauf- und -untergang hängen von Länge, Breite und Datum ab. Eine Tabelle für ganz Deutschland nimmt einen Mittelpunkt an und liegt an den Rändern der Republik daneben. HUNTRA rechnet für den Ort deines Reviers statt für einen Durchschnitt.

Auf welchen Geräten läuft das Jagdwetter?

Im Web-Portal und in den nativen HUNTRA-Apps für iPhone und Android — mit demselben Account. Ohne Netz erfasst du weiterhin Einträge fürs Streckenbuch, die Vorhersage selbst braucht Empfang.

Jagdwetter für dein eigenes Revier

Leg einen Account an und beantrage deinen Demo-Zugang. Danach rechnet HUNTRA Büchsenlicht, Nachtzeit, Mond und Solunar für deinen Revierpunkt.

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Stand: 2026-08-05 · Redaktion: WildeLabs